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Hans Gohr.

1952

Für schwache Schüler gibt es keine besondere Fördermaßnahmen. Die Volksschulklassen umfassen nicht selten 40 Kinder. Bei Nichtversetzung bleiben einzelne Kinder in den Grundschulklassen und werden auch aus diesen Klassen nach Ableistung ihrer Schulpflicht entlassen.

1953

April

Hilfsschullehrer SCHREYECK unterrichtet die erste neu geschaffene Klasse (im Eberhardt-Bau der heutigen Hartranft-Grundschule).

1953

August

Nach Abschluss seiner Hilfsschullehrer-Ausbildung übernimmt HANS GOHR die erste Hilfsschulklasse. Die Hilfsschulklasse wird 10 Jahre lang als Bestandteil der Christlichen Gemeinschaftsschule geführt. In ihr werden meist etwa 25 Kinder aus 6 bis 7 Altersstufen gleichzeitig unterrichtet. Auswärtige Kinder konnten diese Klasse nicht besuchen, weil weder die notwendigen Verkehrsverbindungen bestanden noch Fahrtkosten erstattet wurden. 10 Jahre lang bestand die Forderung nach Errichtung einer weiteren Hilfsschulklasse.

1962

Januar

Aufgrund vielfacher Bemühungen stimmt der Gemeinderat dem Antrag zu, eine zweite Klasse einzurichten. Nun können auch auswärtige Schüler untergebracht werden. Es besteht nun je eine Sammelklasse für die Unter- und Oberstufe.

1963

April

Frau Schanbacher übernimmt die neu geschaffenen Klasse. In beiden Klassen werden insgesamt 45 Kinder unterrichtet.

1963

Dezember

Das Staatliche Schulamt fordert die Schulen im Kreis auf, die hilfsschulbedürftigen" Kinder zu melden. Daraufhin werden 37 Kinder zu Überprüfung gemeldet und 22 davon in der Hilfsschule aufgenommen. Von diesen kommen 11 Kinder aus auswärtigen Schulen. Damit war die Grundlage für einen weiteren Ausbau

der Schule geschaffen.

1965

März

Bereits im April 1964 war die Schule dreiklassig geworden, nun bekam die Schule ein Rektorat. Erster Rektor der Schule ist Herr Gohr.

Es besteht ein Schulentwicklungsplan, nach dem an den sog. Mittelpunktsschulen des Kreises, also in Alpirsbach, Baiersbronn, Dornstetten, Loßburg und Pfalzgrafenweiler Sonderschulklassen entstehen sollen.

1965

März

Die Kinder, die nicht in die Regelklassen zurückgeführt werden können, sollen in Freudenstadt dann in der Oberstufe unterrichtet werden. Diese soll in Jahrgangsklassen gegliedert sein.

1967

September

Eine vierte Klasse kann nun eingerichtet werden. Nun können acht Schülerjahrgänge je nach Leistung auf 4 Klassen verteilt werden. Der weitere Ausbau und die Umsetzung des Schulentwicklungsplans bleibt schwierig, weil in Freudenstadt Schulräume fehlen. Die Theodor-Gerhardt-Schule ist noch nicht gebaut und die Schülerjahrgänge werden immer stärker. Auch die Mittelschule (Realschule) muss zu dieser Zeit erweitert werden. Die Stadt Freudenstadt hat Bedenken, in dieser angespannten Situation weitere auswärtige Schüler aufzunehmen.

Von 81 Kindern der gesamten Schule kommen 43 aus dem Umkreis von Freudenstadt.

1970

September

Die Stadt Freudenstadt sieht sich gezwungen, neue behelfsmäßige Schulräume zu schaffen. Sie hat das Gebäude "Murgtäler Hof" gekauft und richtet darin vier Schulräume und ein Lehrerzimmer für die Sonderschule ein. Zu Beginn des Schuljahres 1970/71 erfolgt der Umzug. Die restlichen Zimmer des Murgtäler Hofes werden für das "Jugendzentrum" genutzt.

1974

MAI

Hans Gohr wird an das Staatliche Schulamt berufen, er wird dort der erste Schulrat, der aus dem Sonderschulbereich kommt. Für ihn übernimmt Bernhard Harbrecht die Leitung der Schule.

1974

MAI

Der Schwarzwälder Bote berichtet, dass 43 Schüler zur Überprüfung auf Sonderschulbedürftigkeit gemeldet und getestet wurden. Außerdem klärt er über die Unterschiede zwischen der Sonderschule für Geistigbehinderte und der Sonderschule für Lernbehinderte auf.

1975

 April

Die Planung für den Umzug in die Ludwig-Jahn-Str. läuft auf Hochtouren. Der Schulzahnarzt war da. Herr Harbrecht bittet die

Eltern der Schüler eindringlich, "sehr energisch für eine gründliche, tägliche Zahnpflege" zu sorgen.

1974

Oktober

Der Gemeinderat von Alpirsbach beschließt auf Drängen des Oberschulamtes Karlsruhe, die Klassen der Sonderschule in Alpirsbach (nur Unterstufenklassen) nach Freudenstadt abzugeben.

Der Rückgang der Schülerzahlen lässt es nicht zu, eine "kleine" Sonderschule in Alpirsbach zu behalten. Über die dabei entstehenden Fahrprobleme wird heftig debattiert. Der Gemeinderatsbeschluss findet nur eine knappe Mehrheit.

1975 

12. Mai

Feierliche Überreichung der Ernennungsurkunde zum Sonderschulrektor an Bernhard Harbrecht und Einführung in sein Amt als Sonderschulrektor.

Die Schüler der Klasse 6 dürfen an der Feier teilnehmen, da sie mit Wort- und Diabeiträgen die feierlichen Reden umrahmen helfen. Zahlreiche Ehrengäste sind anwesend; einer von ihnen, Herr Stadtpfarrer Mattes vergleicht den Rektor mit dem

"spiritus rector", dem geistigen Führer, der seiner Schule Impulse zu geben vermag und schließt mit den Worten"ad multos annos" - oder auf gut schwäbisch: "Machet Se- s no reacht lang."

1975

14. Juni

Aus einem Gespräch des Schwarzwälder Boten mit Herrn Harbrecht: Welcher Schüler ist lernbehindert?

Lernbehindert sind normale Kinder, die den Leistungsnormen und dem Leistungsdruck der Grund- oder Hauptschule aufgrund vielfältiger Ursachen nicht gewachsen sind....Kennzeichnend ist eine wesentliche oder dauernde Leistungs- oder Lernbeeinträchtigung in mehreren Bereichen, die zwar prinzipiell korrigierbar ist, aber nicht durch eine kurzfristige Nachhilfe behoben werden kann. 

1975

1. August

Das Kultusministerium und das Oberschulamt heben zum 1. August 1975 die Sonderschulen (-klassen) in Alpirsbach, Dornstetten und

Pfalzgrafenweiler auf. Gleichzeitig übernimmt der Landkreis Freudenstadt die Schulträgerschaft der Sonderschulen in Horb und Freudenstadt von den bisherigen Trägern der Stadt Horb und der Stadt Freudenstadt. 

1975

1. August

Die Schule für Lernbehinderte in Freudenstadt des

Landkreises Freudenstadt ist zum 1. August errichtet.

Im neuen Schuljahr werden 158 Schüler in 9 Klassen

unterrichtet. Davon wurden 31 Kinder neu aufgenommen.

16 Kinder kommen aus der aufgelösten Klasse in

Pfalzgrafenweiler, die dort zuletzt Herr Sonderschullehrer Günter Kübler unterrichtet hatte. Dieser stößt nun zum Kollegium in Freudenstadt.

Die Schule ist aus dem Gebäude "Murgtäler Hof" in das Gebäude der Gewerblichen Berufsschule in der Ludwig-Jahn-Str. 32 umgezogen.

1977

5. Juni

Das erste Sommerfest der Christophorusschule. Es soll Kontakte zwischen den Eltern und der Schule herstellen und vertiefen.

1977 

5. Juni

In seiner Begrüßungsrede weist B. Harbrecht darauf hin, dass 180 Kinder aus dem ganzen Altkreis Freudenstadt in 11 Klassen unterrichtet werden. Die Besucher dürfen Arbeiten der Schüler bewerten und dadurch Preise verteilen. Als erste Schulsieger erhalten folgende Kinder Preise (gestiftet von Freudenstädter Firmen): Rudi Müller, Horst Gaiser, Silvio Kubatta (Klasse 7 bis 9), Uta Lieb, Frank Wacker, Monika Schlaich (Klasse 1 bis 6).

1978

16. 11.

Der Schwarzwälder Bote berichtet über das Betriebspraktikum der Abschlussklasse (9):

...Um so überraschter waren die Firmen von den Leistungen der Praktikanten, denn auch schwächere Schüler bewähren sich in der Praxis...

Erfreulich ist, dass vier Schülerinnen und Schüler bei dieser Gelegenheit eine Lehrstelle als Maurer-, Friseur- und Glaserlehrling in Aussicht gestellt wurde. Ein positives Echo im Hinblick auf die derzeitige Lage auf dem Arbeitsmarkt und eine Aufmunterung und Bestätigung für die Schüler der Christophorusschule.

1978

30. 11.

Die Mädchen der Klasse 7 haben unter Frau Günthner (Sport) verschiedene Tänze einstudiert und führen diese vor den Patienten der psychiatrischen Abteilung des Kreiskrankenhauses Freudenstadt auf. Die Kinder der vierten Klasse singen und spielen das Moritaten-Lied: "Sabinchen war ein Frauenzimmer". Chefarzt Dr. W. Gruner spricht die Hoffnung aus, dass dieser Besuch dazu beitragen möge, die Kluft zu psychisch kranken Menschen zu verkleinern.

1978

6.10.

"Christophorus-Schule ist gut versorgt:

Genügend Lehrer für die Förderkurse"

So berichtet der Schwarzwälder Bote und zitiert Herrn Harbrecht:

Von 480 Unterrichtsstunden können 479 gegeben werden, davon sind 28 Stunden ausschließlich für Stütz- und Förderkurse, sowie 24 Stunden für die Sprachberatung und Sprachtherapie möglich.

Im Schuljahr 1978 / 79 ist die Zahl der Schüler von 191 (77/78) auf 240 angewachsen. Dies war vor allem die Folge der Auflösung der Sonderschulklassen in Alpirsbach, von denen noch zwei Klassen als Außenstelle der Christophorusschule bestehen bleiben. 28 Kinder wurden neu eingeschult, von den 27 Kindern, die entlassen wurden, fanden 26 eine Lehr- oder Anlernstelle.

1978

Dezember

Der Förderverein der Christophorusschule wird gegründet.

Dazu treffen sich über 30 Eltern und Lehrer.

Unter den vorrangigsten Zielen des Fördervereins wird die Finanzierung von besonderen Hilfen für die Schüler genannt.

Erste Vorsitzende wird Frau Kraemer, zweite Vorsitzender Herr Fischer, dritter Vorsitzende Herr Angerer (gleichzeitig Elternbeiratsvorsitzender der Schule), Kassenwart Frau Haas, Schriftführer

Herr Krafft. Beisitzer im Vorstand: Herr Harbrecht, Frau Gohr, Herr Eßlinger, Frau Bukenberger, Frau Dilcher, Herr Schmidt. 

1978

22. 12.

OFFENE SCHULTAGE:

Projektversuch: Stundenplan nach eigenen Wünschen

Drei Tage alternativer Unterricht nach eigener Wahl.

Zur Auswahl stehen Kochen, Backen, Ritterburgen bauen, Fotografieren, Schlittenfahren, Emaillieren, Schlittschuhlaufen, Töpfern, Batiken, Schach, Kerzen gießen, Wild füttern, Glasmalerei. Informationsveranstaltung zur Suchtvorbeugung im

Kreiskrankenhaus, u.a. Es kommen 40 Kurse zustande, die Klassenverbände werden aufgelöst. 

1978

Dezember

Erstes Nikolaus-Turnier der Christophorus-Schule:

Sie lädt die Nachbarschulen zum Hallenfußballturnier ein und stiftet Preise.

1979

21. Juni

Märchen-Singspiel und Tänze vor Patienten im Kreiskrankenhaus Freudenstadt

Die Tanz-AG von Frau Günthner und die "Kleinen" von Frau Gohr mit dem Märchen "Hans im Glück" ernten viel Beifall von den Patienten der psychiatrischen Abteilung des Kreiskrankenhauses.

1979

Sommerfest und Tag der offenen Tür mit Bazar und Ausstellungen

Aus dem Programm:

Jazz-Tanz der Mädchen aus Klassen 7 - 9, Moritat: Sabinchen war ein Frauenzimmer der Klasse 5, Lustiges Geräte-Turnen der "Athleten"-Riege, Wettangeln, Büchsenwerfen, Glücksrad drehen,

Münzen werfen, Ponyreiten, Puddingbude, Grillecke, Cafe, Eis- und Waffelstand, Malstudio, Tombola, Werkausstellung.

1979

Dezember

Zweites Nikolaus-Fußball-Turnier:

Es beteiligen sich 36 Mannschaften, davon sind 11 Mädchenmannschaften, das Turnier muss an zwei Tagen ausgetragen werden. Gespielt wird mit jeweils fünf Spielern.

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