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Bläserklasse bestreitet vier Konzerte im Partnerlandkreis - Deutsch-polnische Partnerschaft durch gelungenen Schüleraustausch gefestigt.
Glücklich und zufrieden zurückgekehrt sind 30 Schüler und Lehrer der Christophorus-Schule Freudenstadt von ihrem Partnerschaftsbesuch in Tomaszow Lubelski. Die Christophorus-Schule Freudenstadt und die Janusz Korczak Schule in Tomaszow Lubelski / Polen verbindet bereits seit vielen  Jahren eine Schulpartnerschaft.
Grundlage hierfür ist die bereits seit dem Jahre 2002 bestehende Landkreispartnerschaft zwischen dem polnischen Landkreis Tomaszow, der an der Grenze zur Ukraine gelegen ist, und dem Landkreis Freudenstadt. Während im Kreis Freudenstadt die Christophorus-Schule für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf im Bereich Lernen die zuständige Förderschule ist, werden an der Janusz Korczak Schule als einziger Sonderschule des polnischen Landkreises Kinder mit Lernbehinderungen, geistigen Behinderungen und mit Mehrfachbehinderungen beschult. Da der Landkreis Tomaszow Lubelski groß und die Verkehrsverbindungen teilweise noch wenig ausgebaut sind verfügt die Janusz Korczak Schule über ein angeschlossenes Internat für 100 ihrer Schülerinnen und Schüler. Dort war die deutsche Gruppe auch untergebracht.
Mit der Partnerschule in Tomaszow Lubelski pflegt die Christophorus-Schule bereits seit 2003 eine rege und von gegenseitigem Respekt getragene Schulpartnerschaft.
Beim großen Begrüßungsabend zogen die beiden Rektorinnen, Ewa Schikora und  Dr. Waltraud Günther daher eine sehr positive Bilanz: in diesen 7 Jahren der Schulpartnerschaft lernten sich rund  200 Jugendliche aus Polen und Deutschland kennen und schätzen, lebten in dem jeweiligen Gastland miteinander, feierten und lernten gemeinsam, erfreuten sich an der jeweils anderen Kultur, teilten schöne Erlebnisse und freundeten sich trotz aller Sprachbarrieren an. Die als Ehrengast geladene pensionierte frühere Schulleiterin der Janusz Korczak Schule in Tomaszow Lubelski, Anna Klimecka, beschrieb die Anfänge der Partnerschaft zwischen den beiden Sonderschulen und rief dazu auf, diese für beide Seiten wichtige Partnerschaft unbedingt fortzusetzen.
Foto: die ehemalige Schulleiterin Anna Klimecka beim Festakt
In zahlreichen regen Diskussionen und beim fachlichen Austausch der Sonderschullehrer zeigte sich, dass –abgesehen von Unterschieden in der Ausstattung der Schulen und dem Lehrauftrag der Pädagogen- die Sonderschulen in beiden Ländern nahezu mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben. Länderübergreifend geht es um die Benachteiligung und Diskriminierung von behinderten Menschen und um Probleme der Integration von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Das gemeinsame Ziel besteht darin, die Chancen und Möglichkeiten der Teilhabe für benachteiligte und behinderte Jugendliche in beiden Ländern zu verbessern.
Unser Foto zeigt die Bläserklasse der Christophorus-Schule bei einem Konzert in Majdan Sopocki.
Neben dem fachlichen Austausch und gemeinsamem Unterricht in Zeichnen, Sport, Handarbeit und Rhythmik standen bei der diesjährigen Begegnung vor allem vier Konzerte der Bläserklasse auf dem Programm. Unter anderem konnten die 24 jungen Musiker der Christophorus-Schule beim großen Pfadfindertreffen in Majdan Sopocki und bei zwei Schulveranstaltungen ihr Können unter Beweis stellen. Höhepunkt der Auftritte der Bläserklasse war allerdings ein Konzert anlässlich des in ganz Polen gefeierten Tages „Polen liest für Kinder“. Unter großem Beifall musizierten hierbei die Freudenstädter Jungmusiker im vollbesetzten Kulturhaus in Tomaszow Lubelski.
Unser Foto zeigt Schülerinnen und Schüler der Janusz-Korczak-Schule von Tomaszow Lubelski, Polen und der Christophorus-Schule Freudenstadt zusammen mit den beteiligten Lehrerinnen und Lehrern vor der Wahlfahrtskapelle in Krasnobrod.